Mindset Ziele
20. Februar 2020

Der Weg ist das Ziel: 4 Gründe warum dieser Spruch stimmt

Wir alle kennen den Spruch „Der Weg ist das Ziel“.

Aber was steckt eigentlich dahinter? Gibt es konkrete Beispiele? Und was können wir daraus für unser Leben lernen?

Ich bin diesen Fragen auf den Grund gegangen und habe hier für dich die Antworten zusammengefasst.

Alles in Allem erfährst du in diesem Beitrag:

  • 4 Gründe, warum der Spruch „der Weg ist das Ziel“ stimmt,
  • warum dein Ziel ohne den Weg vollkommen sinnlos ist,
  • warum es nicht so schlimm ist, wenn du mal das falsche Ziel verfolgst
  • und warum dein Glück im Leben von genau diesem Moment und nicht von deinem Ziel abhängt.
  • Außerdem erhältst du 2 Alltagsbeispiele, die dir klarmachen werden, wie viel wichtiger der Weg im Gegensatz zum Ziel ist.

4 Gründe, warum „der Weg ist das Ziel“ stimmt

1. Zeit

Wir werden viel mehr Zeit auf dem Weg verbringen, als mit dem tatsächlichen Ziel.

Seien wir mal realistisch.

Wie viel Zeit wirst du auf dein Ziel hinarbeiten und wieviel Zeit wirst du letztendlich wirklich Freude an deinem Ziel finden.

Sagen wir mal beispielsweise, dein Ziel wäre, einen Ferrari zu fahren.

Was meinst du, wie lange du auf ein 200.000 € Auto hinarbeiten wirst. Vielleicht 15 Jahre? Vielleicht 20?

Und was meinst du, wie lange dich dieses Auto glücklich machen wird? 3 Wochen? Maximal 4?

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Mit einem Ferrari wären all meine Probleme gelöst. Wenn ich so ein tolles Auto hätte, wäre ich für den Rest meines Lebens glücklich“.

Aber realistisch gesehen ist es doch so: Wenn wir erst einmal etwas erreicht haben, dann wird es innerhalb kürzester Zeit zur Normalität.

An Tag 1 bist du wahnsinnig froh über das neue Auto. Nach einer Woche wirst du dich schon langsam daran gewöhnt haben. Nach einem Monat dann stehst du morgens auf, gehst in die Garage, siehst wie immer deinen Ferrari und denkst dir nicht mehr viel dabei.

Wie war es, als du dir ein neues Handy gekauft hast? Am Anfang war alles noch so neu und aufregend. Jetzt ziehst du es wie gewohnt aus deiner Tasche und denkst nicht mehr groß darüber nach.

Du merkst also: Dein Ziel ist letztendlich unwichtig. Worauf es ankommt, ist der Weg. Und wenn dich der Weg nicht glücklich macht, ist das Ziel wertlos.

2. Was macht der Weg aus dir?

Der Weg wird dich mehr verändern, als das Ziel.

Bei dem Spruch „Der Weg ist das Ziel“ kommen vielen Fragen auf wie:

  • Wenn der Weg das Ziel ist, ist das Ziel dann vollkommen unwichtig?
  • Ist dein Ziel nicht das, wofür wir all die Anstrengungen aufnehmen?
  • Wofür lohnt sich all das, wenn es am Ende nichts bedeutet?

Ja! Auch wenn es erstmal befremdlich wirkt, ist das Ziel absolut unwichtig.

Lass mich dir ein Beispiel geben:

Sagen wir mal dein Ziel ist, einen Marathon zu laufen.

Meinst du, dass es dir dabei um die Urkunde am Ende geht?

Sicher nicht! Ich meine, wer würde schon für ein Stück Papier 42 Kilometer laufen?

Der eigentliche Grund, warum du den Marathon laufen willst, ist dass du sehen willst, zu was du selbst in der Lage bist. Du willst an deine eigenen Grenzen kommen und sie überwinden.

Und genau deshalb ist der Weg das Ziel. Du musst auf dem Weg zur Ziellinie Disziplin und Durchhaltevermögen beweisen. Du musst deinen Körper auf ein völlig neues Level bringen.

Du wirst als anderer Mensch aus dem Rennen herausgehen, als du hineingegangen bist. Du wirst eine innere Kraft entdecken, die du vorher nicht für möglich gehalten hast.

Das ist es, was den Weg ausmacht. Das Ziel ist lediglich ein Symbol für den Menschen, der du in dem Prozess geworden bist.

3. Was, wenn es das falsche Ziel ist?

Ein falsches Ziel ist nur fatal, wenn auch der Weg nicht der richtige war.

Stell dir mal vor, du verfolgst ein Ziel und am Ende stellt sich heraus, dass es das vollkommen falsche Ziel war.

Ich will dich natürlich nicht verunsichern. Sicherlich hast du dir einige Gedanken über dein Ziel gemacht und bist dir auch ziemlich sicher, dass es das Richtige ist. (Wenn nicht, dann lies lieber nochmal die Anleitung, wie du die richtigen Ziele im Leben findest).

Aber gehen wir einfach mal davon aus, dass du völlig falsch lagst.

Würdest du jetzt lieber 10 Stunden im Büro verbracht, dich von der Außenwelt abgeschottet und deine Gesundheit dabei völlig vernachlässigt haben?

Oder würdest du lieber auf dem Weg zu deinem falschen Ziel Spaß gehabt haben, sodass du, obwohl dein Ziel nicht das war, was du eigentlich wolltest, trotzdem eine schöne Zeit hattest.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dir Option 2 mehr gefällt.

Es geht also nicht zwingend darum, zu 100 % das richtige Ziel zu erreichen. Sondern es geht darum, auf dem Weg zu deinem Ziel Spaß zu haben und glücklich zu sein.

Selbst wenn du am Ende dein wahres Ziel verfehlen wirst: Es kommt nur darauf an, dass du eine tolle Zeit dabei hast, denn das ist alles was zählt.

4. Wenn du jetzt nicht glücklich sein kannst, wirst du es nie werden

Das Hier und Jetzt ist alles, was zählt.

So viele Menschen denken, wenn sie nur diese eine Sache hätten, sie dann glücklich werden würden.

Die Wahrheit ist jedoch, dass sie dadurch einzig und alleine ihr Glück vor sich herschieben. Und wenn sie erst einmal damit begonnen haben, ihr Glück in die Zukunft zu verlagern, werden sie damit niemals aufhören.

Wenn du dein Glück von äußeren Umständen abhängig machst, wirst du nie glücklich werden. Es wird immer etwas in deinem Leben geben, dass nicht perfekt läuft.

Wenn du dann darauf wartest, dass diese eine Sache perfekt wird, wartet schon der nächste Grund auf dich, wegen dem du anscheinend nicht glücklich sein kannst.

Lass mich dir das an folgendem Beispiel klarmachen:

Als Schüler: „Wenn ich mit der Schule fertig bin, dann muss ich keine Hausaufgaben mehr machen, kann endlich das machen, was ich will und werde glücklich sein.“

Als Student / In der Ausbildung: „Wenn ich endlich einen Job habe, dann habe ich genug Geld, um zu reisen und mir Dinge zu kaufen, die mich glücklich machen.“

Im Job: „Wenn ich endlich in Rente gehe, dann muss ich nicht mehr arbeiten, habe den ganzen Tag Freizeit und kann endlich glücklich sein.“

In Rente: „Wäre ich nur damals, als ich noch Jung und Fit war, glücklich gewesen. Jetzt habe ich zwar Geld und Freizeit aber bin körperlich am Ende und kann deswegen nicht glücklich sein.“

Diese Vorstellung ist erschreckend, nicht wahr?

Leider lebt ein Großteil der Menschen auf diese Art und Weise.

Tu mir bitte den Gefallen und werde niemals so!

Mach stattdessen aus jedem Moment das Beste. Es gibt in jeder Situation eine positive Seite, auf die du dich fokussieren kannst.

Wenn du beispielsweise gerade finanzielle Sorgen hast, dann hast du aber sicherlich Familie und Freunde in deinem Leben, die dir nahestehen.

Du kannst dich jetzt auf den Mangel an Geld fokussieren und dein Glück auf einen Moment hinausschieben, an dem du wieder genug Geld haben wirst.

Oder du fokussierst dich auf die wichtigsten Menschen in deinem Leben, bist dankbar dafür, dass sie da sind und wirst dadurch im Moment glücklich.

Ich würde dir Option 2 raten, denn es gibt genug Milliardäre, die keine Familie und bloß falsche Freunde haben, die all ihr Geld für ein Leben wie deines tauschen würden.


Beispiele für „der Weg ist das Ziel“

1. Ein Unternehmen aufbauen

Wie schon in dem Beispiel mit dem Ferrari oben, geht es nicht darum, nach mehreren Jahren deinen Erfolg in Form von materiellen Dingen messen zu können.

Es geht vielmehr darum, an die Mission deines Unternehmens zu glauben und jeden Tag voller Leidenschaft in Richtung deines Ziels zu gehen.

Erfolgreiche Menschen wie Steve Jobs oder Elon Musk hätten niemals so viel erreicht, wenn sie nicht voll und ganz an ihre Mission geglaubt hätten.

Gary Vaynerchuk ist das perfekte Beispiel für jemanden, der den Weg zum Ziel mehr schätzt, als das Ziel selbst.

In diesen 1 ½ Minuten erklärt er, was ihn antreibt und warum für ihn der Weg das Ziel ist.

2. Fitnessstudio

Der Grund, warum die wenigsten Menschen ihre Neujahresvorsätze einhalten ist, dass sie einzig und alleine das Ziel im Blick haben und den Weg dorthin am liebsten überspringen würden.

Wenn sie beispielsweise das Ziel haben, sich für den Sommer den Sixpack anzutrainieren, haben sie einzig und alleine dieses Ziel im Blick.

Wie wir aber schon wissen, ist der Weg dorthin deutlich länger.

Das heißt, dass sie für das nächste halbe Jahr 4 mal die Woche trainieren müssen, nur um dann im Sommer ein paar Mal an den See zu gehen (von der Ernährungsumstellung mal ganz abgesehen).

Die einzige Lösung um dabei langfristig durchzuhalten, ist deshalb das Training lieben zu lernen. Dadurch wirst du auch an „schlechten Tagen“ motiviert bleiben und alles in Allem Spaß am Weg haben.


Der Weg ist das Ziel – Fazit:

Hier sind nochmal die Gründe aufgelistet, warum "der Weg ist das Ziel" gilt:

  1. Du wirst so viel mehr Zeit damit verbringen, dein Ziel zu verfolgen, als das Ziel tatsächlich zu leben.
  2. Es geht nicht darum, dass du dein Ziel erreichst. Es geht darum, zu was für einem Menschen du auf dem Weg dorthin geworden bist.
  3. Selbst wenn du ein falsches Ziel verfolgst, wirst du auf dem Weg dennoch Spaß gehabt haben.
  4. Der Moment ist das Einzige, was wirklich zählt. Deshalb ist es egal, wie lange der Weg sein wird, solange du jede Sekunde davon zu schätzen lernst.