Keine Lust zu arbeiten: Diese 9 Tipps helfen dagegen

Es ist Montag morgen und der Wecker klingelt. Du weißt, du musst aufstehen, dabei hast du gar keine Lust zu arbeiten.

Du bist nicht der Einzige, dem es so geht, denn laut einer Umfrage der FAZ sind knapp zwei Drittel aller Beschäftigten unzufrieden mit ihrer Arbeit.

Deshalb erhältst du diesem Beitrag 9 Tipps, durch die du wieder Freude und Motivation für deine Arbeit finden wirst.

Zuerst müssen wir das Problem in 2 Bereiche unterteilen:

Entweder bringst du nicht die nötige Motivation zum Arbeiten auf
oder die Arbeit bereitet dir zu viel Stress, weshalb du dich von ihr fernhalten willst. In diesem Beitrag werden wir beide behandeln.


Keine Lust zu arbeiten durch fehlende Motivation:

Keine Lust zu arbeiten kommt oft daher, dass du mit zu wenig Energie durch den Alltag gehst.

Als du angefangen hast zu arbeiten, hat deine Arbeit wahrscheinlich noch Spaß gemacht. Doch ab irgendeinem Punkt hast du immer weniger Motivation empfunden, bis du schließlich überhaupt keine Lust mehr zum Arbeiten hattest.

Diese Tipps helfen dir zu deiner früheren Motivation zurückzukehren, um durchgehend mehr Lust zum Arbeiten zu haben.

1. Geh mit mehr Energie zur Arbeit

Du fühlst dich bereits ausgelaugt, bevor du zu arbeiten anfängst?
Dann solltest du anfangen, dir deine Energie besser einzuteilen.

Vermeide diese Energieräuber so gut wie möglich und du wirst mit deutlich mehr Motivation durch den Alltag - Privat und auf der Arbeit - gehen.

Die komplette Anleitung um mehr Energie in deinem Alltag zu bekommen findest du hier: Der Schlüssel zu mehr Energie.

2. Mach deine Arbeit interessanter

Sobald dir deine Arbeit spannender erscheint, wird sie dir automatisch mehr Motivation geben.

Frage dich, was du in deinem Unternehmen für Arbeit übernehmen könntest, die du interessant findest. Bitte dann deinen Chef, dir diese Arbeit zuzuweisen.

Nichts motiviert so sehr, wie Spaß und Interesse für das zu haben, was man tut.

3. Ändere deine Einstellung zur Arbeit

Ein kleiner Perspektivwechsel ist oft die beste Möglichkeit, um dir wieder die Lust zum Arbeiten zu geben.

Stell dir vor, du stehst morgens vor Sonnenaufgang auf, arbeitest hart, bis die Sonne untergegangen ist und verdienst gerade einmal 2€ pro Tag. Gerade genug, um für deine Familie zu sorgen.

Schlimme Vorstellung, nicht wahr? Nun was, wenn ich dir sage, dass der Großteil der Menschen auf der Welt so arbeiten muss?

3 Milliarden Menschen müssen in diesem Moment mit weniger als 2€ pro Tag auskommen. Im Gegensatz zu denen ist deine Arbeitsstelle ein Paradies.

Gehe von nun an mit mehr Dankbarkeit und positivem Denken zur Arbeit und deine Einstellung „Keine Lust zu arbeiten“ wird Geschichte sein.

4. Verleihe deiner Arbeit einen Sinn

Du wirst nicht mehr keine Lust zu arbeiten haben, wenn du einen Sinn in dem siehst, was du tust.

Hilf anderen Menschen mit deiner Arbeit und mach die Welt zu einem besseren Ort.

Du fragst dich vielleicht, wie dir das mehr Lust zum Arbeiten geben sollte.

Der Grund ist, dass du auf diese Weise Bedeutung für deine Arbeit entwickelst.

Momentan ist dein einziges Ziel mit deiner Arbeit Geld zu verdienen. Für eine kurze Zeit kann das auch funktionieren. Langfristig wird dich solch eine Arbeit jedoch niemals glücklich machen.
Denn die glücklichsten Menschen sind nicht die, die das meiste Geld haben, sondern die, die anderen helfen.

Wie also schaffe ich es anderen zu helfen?

Es gibt so viele Probleme auf der Welt. Suche dir einfach eins aus.

Hilf beispielsweise hungernden Menschen, bring Schulen in bildungsferne Länder oder mache etwas für die Umwelt. Allgemein kannst du alles tun, was aus der Welt einen besseren Ort macht.

Natürlich kannst du jetzt deinen Job wechseln und bei einem Unternehmen arbeiten, dass sich als Ziel gesetzt hat, andere Menschen zu unterstützen (mehr dazu unten).

Musst du aber nicht! Um anderen Menschen zu helfen, kannst genauso gut einen Teil deines Einkommens spenden. Suche dir eine gemeinnützige Organisation heraus und spende ein paar Prozent deines Einkommens. Es muss nicht viel sein, da du bereits mit wenigen Euro Leben retten kannst.

Das verleiht deiner Arbeit einen Sinn, da du nun nicht mehr nur für Geld arbeitest, sondern auch um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Durch diese Sichtweise wirst du nie wieder keine Lust zum Arbeiten haben.
Denn von nun an arbeitest du, um Leben zu retten.


Keine Lust zu arbeiten durch zu viel Stress:

Die Arbeit kann schnell stressig werden.

5. Erleichtere dir deine Arbeit und arbeite weniger

Wirst du von deiner Arbeit erdrückt und hast keine Lust all die vielen Aufgaben zu erledigen?

Das einzige, was hierbei hilft, ist deine Situation offen anzusprechen. Erzähle deinem Chef, dass du im Moment zu viel Arbeit hast oder bitte einen Kollegen darum, dir etwas Arbeit abzunehmen.

Hast du keine Möglichkeit, deine Arbeit abzugeben, gibt es eine Technik, wie du mit weniger arbeiten trotzdem mehr erreichen kannst:

Das Pareto Prinzip

Das Pareto Prinzip besagt Folgendes:

Wenn du dich an diese Regel hältst, wirst du viel mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen, woraufhin du früher Feierabend machen kannst. Außerdem wird deine Lust zu arbeiten automatisch wieder entfachen, da du nun auch die Leistungsfähigkeit deiner Kollegen um ein weites toppst.

Wahrscheinlich werden deine Leistungen auch von deinem Chef bemerkt, woraufhin dir möglicherweise eine Beförderung winkt.
Hier findest du weitere Tipps um weniger arbeiten zu müssen.

6. Ärger mit Chef oder Kollegen?

Dein Arbeitsumfeld raubt dir die Lust zu arbeiten?

Da du mit Chef und Kollegen auf der Arbeit permanent zu tun hast, ist es schwierig für dich, sich von ihnen zu distanzieren. Wenn du dich mit diesen Menschen dann auch noch im Stress befindest, ist es kein Wunder, warum du keine Lust zu arbeiten hast.

Hier gibt es 3 Möglichkeiten, wie du an die Sache herangehen kannst:

1. Nimm dein Umfeld nicht so ernst

Gehe mit Leichtigkeit zur Arbeit. Lass dich nicht durch negative Menschen herunterziehen.

Der Grund, warum sie versuchen, dich herunterzuziehen ist, dass sie selbst unzufrieden mit ihrem Leben sind. Diese Menschen brauchen jemanden, der von ihren eignen Problemen ablenkt. Sie haben vermutlich selbst keine Lust zu arbeiten und suchen sich Menschen, an denen sie diesen Frust auslassen können.

Das Schlimmste, was du daraufhin tun kannst, ist ihnen Beachtung zu schenken. Das bestätigt sie nur und zieht dich im selben Augenblick runter.

Das nächste Mal, wenn dir jemand negativ kommt, beachte ihn einfach nicht oder gehe scherzhaft mit der Lage um.

Du wirst sehen, wie schnell sich deine Arbeitsatmosphäre verbessern wird.

2. Sprich die Lage offen an

Wenn du dich unwohl fühlst, konfrontiere deine Kollegen / deinen Chef.

Erzähle ihnen, dass sie in keinster Weise zu einem guten Arbeitsklima beitragen.

Wahrscheinlich werden sie sich über deine Worte Gedanken machen und hoffentlich ihr Verhalten ändern, denn bei einem unharmonischen Arbeitsklima hat keiner Lust zu arbeiten.

Wenn sie die Lage dann trotzdem nicht ändert, schreite zu Schritt 3.

3. Halte dich an Kollegen, die dich wertschätzen

Fokussiere dich auf das Positive in deinem Umfeld.

Menschen, die einen wertschätzen sind zwar selten, aber wahnsinnig kostbar. Versuche deshalb, diejenigen, die dich unterstützen, als Freunde anzusehen, anstatt einzig und alleine diejenigen, die dich runterziehen als Feinde zu betrachten.

Falls du unter negativen Menschen gefangen bist, bitte deinen Chef um einen Abteilungswechsel. So hast du die Möglichkeit, das Negative hinter dir zu lassen und das Positive in dein Leben zu bringen.

7. Du kannst nach der Arbeit nicht abschalten?

Ohne Handy wird es dir viel leichter fallen, deine Work-Life-Balance wiederherzustellen.

In der heutigen Zeit von Emails und Instant Messaging ist es schwer von der Arbeit abzuschalten. Denn dein Chef hat über das Internet jederzeit die Möglichkeit, dich zu erreichen.

Darunter leidet nicht nur dein Privatleben, sondern auch deine Motivation. Wenn du abends nicht vernünftig abschalten konntest, hast du am nächsten Tag natürlich keine Lust erneut zu arbeiten.

Wie aber schaffst du es, Arbeit und Privates voll und ganz voneinander zu trennen?

Wie bereits gesagt, besteht durch dein Handy eine permanente Verbindung zu deiner Arbeit. Der erste Gedanke der aufkommt, wäre hierbei dein Smartphone auf Stumm zu schalten. Das ist an sich auch ein sinnvoller Schritt.

Den meisten fällt es jedoch schwer, zu wissen, sie könnten neue Nachrichten verpassen. Außerdem wollen wir unser Smartphone auch im Privatleben nutzen und dabei sehen wir natürlich neue Benachrichtigungen der Mail-App.

Lege dir deshalb am besten ein Firmenhandy zu und schalte es aus, sobald du nach Hause kommst. Das Lesen und Beantworten der Mails erlaubst du dir dann erst am nächsten Tag.

Hältst du dich daran, wirst du nicht nur einen entspannteren Feierabend verbringen, sondern du wirst auch mit deutlich mehr Lust zum Arbeiten aufwachen.

8. Wenn nichts mehr hilft: Suche dir einen neuen Arbeitsplatz

Was macht dir wirklich Spaß? Wobei fühlst du dich, als ob du etwas wirklich Sinnvolles tust?

Deine natürliche Reaktion hierauf ist wahrscheinlich: „Wenn ich das machen würde, was mir wirklich Spaß macht, würde ich nicht genügend Geld verdienen.“

Selbstverständlich solltest du nicht jeden Cent umdrehen müssen. Aber rechne mal aus, wie viel du wirklich monatlich verdienen müsstest, um deine Ausgaben zu decken. Brauchst du wirklich 2 Autos? Musst du unbedingt regelmäßig auswärts essen gehen? Wenn du dir diese Fragen ehrlich beantwortest, wirst du überrascht sein, mit wie wenig Geld du doch über die Runden kommst.

Mache dein Hobby zum Beruf

Hast du ein bestimmtes Hobby mit dem du am liebsten den ganzen Tag Zeit verbringen würdest?

Hier einige Beispiele:

  • Spielst du leidenschaftlich Klavier? - Werde Klavierlehrer und gib dein Wissen weiter.
  • Du bist handwerklich begabt? – Mache eine kleine Werkstatt auf und Verkaufe deine Produkte online.
  • Du liebst Tiere über alles? – Bewirb dich beim nächstgelegenen Zoo oder Wildpark.

Bei deiner Berufswahl kommt nicht auf das Gehalt an, sondern darauf, was dir Spaß macht. Denn das Ziel von Geld ist, sich Dinge zu ermöglichen, die einem Freude bringen. Hast du jedoch von Anfang an Spaß und Lust zu arbeiten, musst du dich nicht erst quälen, um zu dem vielen Geld zu kommen.

Arbeite für einen guten Zweck

Mutter Theresa zum Beispiel lebte ihr Leben in Armut, gehörte dabei aber zu den glücklichsten Menschen, da sie es als ihre Lebensaufgabe sah, den ärmsten Menschen dieser Welt zu helfen.

Denke einmal darüber nach, dir einen Arbeitsplatz zu suchen, an dem du etwas wirklich Gutes für die Welt tun kannst. Dadurch wirst du nicht nur den Sinn in deiner Arbeit erkennen und somit mehr Lust zum Arbeiten haben, sondern trägst auch zu einer besseren Welt bei.
Fang beispielsweise bei einer Organisation deiner Wahl an zu arbeiten, die einen guten Zweck verfolgt.

Beispiele solcher Organisationen sind:

  • Kindernothilfe
  • Oxfam
  • WWF
  • Save the Children
  • Amnesty International
  • NABU

Informiere dich online zu einem weltweiten Problem, dass du beheben willst und fang an, Teil der Lösung zu sein.

Du wirst eventuell weniger verdienen, hast aber mehr Lust zu arbeiten und wirst langfristig glücklicher.

Egal ob den Welthunger besiegen, Naturschutz oder Katastrophenhilfe: Es gibt genug Probleme auf der Welt, für deren Lösung sich ein kleineres Gehalt durchaus lohnt.

9. Alternativ: Mache ein Auslandsjahr

Wenn du bereits über einen längeren Zeitraum keine Lust zu arbeiten hattest, bietet dir ein Auslandsjahr die perfekte Möglichkeit für einen Neustart.

Denn Schüler und Studenten sind nicht die einzigen, für die sich ein Auslandsjahr lohnt. Gerade für Berufstätige ist dies eine Möglichkeit, sich zu erholen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Vorher solltest du dir jedoch einige Gedanken machen:

1. Wie finanziere ich meinen Auslandsaufenthalt?

Um ein Jahr lang Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln zu können, solltest du dir sicher sein, dass du finanziell abgesichert bist.

Um diese finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, musst du nicht einmal viel arbeiten. Je nachdem, was du dir unter einem Auslandsaufenthalt vorstellst, reichen oft ein paar Tausend Euro, um dir deine Freiheiten zu ermöglichen.

Hast du trotzdem nicht genügend gearbeitet, um von deinem Erspartem zu leben, kannst du auch vor Ort anfangen zu arbeiten.

Übernimm idealerweise nicht denselben Beruf, den du schon zuvor ausgeübt hast. Außerdem sollte deine neue Arbeit deinen Interessen entsprechen, sodass du nicht erneut in die „Keine Lust zu arbeiten“- Falle fällst.

So lernst du neue Einblicke in verschiedenen Arbeitsumfeldern kennen. Wenn du nach einem Jahr dann zurückkehrst, hast du neue Eindrücke von dem, was du in deinem Leben erreichen willst und kannst deine Berufswahl daraufhin anpassen.

2. Deine familiäre Situation:

Wie sieht deine aktuelle Familiensituation aus? Hast du Kinder oder Familienmitglieder, die deine Unterstützung brauchen?

Falls ja, solltest du überlegen, wie du Reisen- und Familienleben kombinieren kannst. Du solltest selbstverständlich nicht ein Jahr von deiner Familie getrennt sein.

Hierbei hast du z.B. die Möglichkeit, über das Jahr verteilt, Kurzreisen zu planen. So siehst du nicht nur mehr von der Welt, sondern bist auch hauptsächlich bei deiner Familie.

Du kannst beispielsweise alle 2 Wochen für eine Woche verreisen. So wirst du 1/3 des Jahres im Urlaub verbringen und kannst neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln, während du den Großteil der Zeit trotzdem mit deiner Familie verbringst.

Alternativ kannst du zusammen mit deiner Familie umziehen.
Dies wäre der optimale Neustart für dich und dein Umfeld. Nach einem Jahr kannst du dich dann entscheiden, ob du wieder zurückziehen, oder von nun an im Ausland leben willst. Entscheidest du dich für das Ausland, solltest du dort natürlich die Möglichkeit zu arbeiten haben, um langfristig den Unterhalt deiner Familie zu sichern.

3.Wie gestalte ich meinen Aufenthalt, sodass er mich wirklich weiterbringt?

Das kommt ganz auf dich und deine jetzige Situation an.

Bist du noch nicht groß in der Welt herumgekommen, solltest du nun möglichst viel von der Welt sehen. Plane beispielsweise eine Weltreise und besuche so viele Länder wie möglich. Das verschafft dir neue Eindrücke darüber, in welchen Bereichen du arbeiten willst.

Hast du gewisse Interessengebiete, die du beruflich ausüben willst, reise in das jeweilige Land, das sich mit diesem Gebiet beschäftigt.


Keine Lust zu Arbeiten - Fazit:

  • Befolge die Tipps für mehr Energie im Alltag und du wirst schon bald motivierter zur Arbeit erscheinen.
  • Hast du keine Lust zu arbeiten, solltest du deine Arbeit interessanter gestalten. Frage deinen Chef nach spannenden Projekten für dich.
  • Ändere deine Einstellung zur Arbeit, indem dir klar wird, was für einen Luxus du im Vergleich zu vielen anderen hast, die gerade einmal ein 2 Euro am Tag verdienen.
  • Arbeite für einen guten Zweck und verleih damit deiner Arbeit einen Sinn.
  • Arbeite weniger, indem du das Pareto Prinzip anwendest.
  • Falls du Ärger mit deinem Chef oder den Kollegen hast, nimm sie nicht so ernst. Halte dich an die positiven Menschen in deinem Umfeld.
  • Um nach der Arbeit besser abschalten zu können, lege dir ein Firmenhandy zu und schalte es nach der Arbeit aus. Damit trennst du berufliches und privates optimal.
  • Wenn nichts mehr hilft, suche dir einen neuen Arbeitsplatz und erfülle deine Träume. Mach das, was dir Spaß macht. Geld ist dabei nicht das wichtigste!
  • Mache eventuell ein Auslandsjahr um neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Dadurch machst du dir ein klareres Bild von dem, was du im Leben wirklich willst.