Extrinsische Motivation: Wie du sie zu deinem Vorteil nutzt (+ Beispiele)

Du hast sicher schonmal von der extrinsischen Motivation gehört.

Wenn nicht, dann hast du sie definitiv schonmal angewandt. Nur eben unterbewusst.

Da diese Form der Motivation einige Vorteile bietet, solltest du es aber nicht bei dieser unbewussten Anwendung lassen.

Deshalb lernst du in diesem Beitrag, wie du die extrinsische Motivation gezielt steuern kannst, um deine Ziele im Leben zu erreichen.


Extrinsische Motivation – Was ist das überhaupt?

Was bedeutet extrinsische Motivation? Diese Frage klären wir hier.

Wie der Name schon sagt, ist diese Art der Motivation von äußeren Einflüssen abhängig.

Damit nimmt sie das klare Gegenstück der intrinsischen Motivation ein, die ausschließlich durch innere Anreize wie Werte, Interesse, Neugier und Spaß hervorgerufen wird.

Extrinsische Motivation lässt sich in 4 verschiedene Bereiche unterteilen:

  • Introjiziert
  • Integriert
  • Identifiziert
  • External

1. Introjiziert

Diese Form der extrinsischen Motivation wird hervorgerufen, wenn man negative Emotionen vermeiden will. Zu diesen Emotionen gehören oft Angst, aber auch Schuldgefühle.

Introjizierte Motivation – Beispiele

  • „Ich gehe ins Fitnessstudio, weil ich Angst habe, zuzunehmen.“
  • „Ich ernähre mich gesund, weil ich mich nach ungesundem Essen immer schuldig fühle.“

2. Integriert

Integrierte Motivation bedeutet, dass man innere Absichten und äußere Pflichten miteinander kombiniert hat, sodass sie sich gegenseitig ergänzen.

Integrierte Motivation – Beispiele

  • „Ich lerne motiviert für die Schule, da meine Schullaufbahn ein Teil von mir ist.“
  • „Ich arbeite motiviert, da ich meine Arbeit als Teil von mir sehe.“

3. Identifiziert

Hierbei wird die Motivation durch die Einsicht der Wichtigkeit der jeweiligen Aufgabe hervorgerufen. Wie der Name schon sagt, identifiziert man sich dabei oft mit der Aufgabe selbst.

Identifizierte Motivation – Beispiele

  • „Wenn ich jetzt nicht etwas für meine Gesundheit tue, wird es später Konsequenzen für mich haben.“
  • „Ich arbeite hart für mein jetziges Projekt, da mein Chef enttäuscht von mir wäre, wenn ich es zu spät erledigen würde.

4. External 

Diese Form der extrinsischen Motivation ist wohl die bekannteste. Hierbei geht es darum, entweder aufgrund einer äußeren Belohnung oder aus Angst vor Bestrafung zu handeln.


Externale Motivation – Beispiele

  • „Ich arbeite 10 Stunden am Tag, damit ich in zwei Jahren genug Geld für den Porsche zusammen habe.“
  • „Wenn ich jetzt nicht gut genug arbeite, wird mein Chef mich feuern.“

So nutzt du extrinsische Motivation zu deinem Vorteil

Du hast jetzt schon einen groben Einblick darüber, wie vielfältig extrinsische Motivation überhaupt sein kann. Jetzt geht es darum, sie auch anzuwenden.

Im Folgenden erfährst du 3 Methoden, mit denen du aus extrinsischer Motivation einen Antrieb generieren lässt, der es dir ermöglicht, deine Ziele zu erreichen.


1. Identifiziere dich mit deinem Ziel

Die Identifikation mit deinem Ziel wird dir einiges erleichtern.

Wie du bereits weißt, geht es bei der identifizierten Motivation darum, dass man sich mit den Konsequenzen und den Möglichkeiten eines Ziels identifiziert.

Das bedeutet, dass du alle Auswirkungen dieses Ziels auf dich selbst projizierst.

Wenn dein Ziel beispielsweise „In 3 Monaten 10 Kilo Abnehmen“ ist, dann solltest du eben das Resultat dieses Ziels auf dein Leben beziehen.

Auf der einen Seite musst du die Möglichkeiten betrachten:

  • Du wirst besser aussehen.
  • Du wirst selbstbewusster werden.
  • Du hast niemals aufgegeben, wodurch dein Respekt vor dir selbst und vor anderen Menschen wachsen wird.
  • Du wirst dich besser in deinem eigenen Körper fühlen.

Auf der anderen Seite solltest du aber auch die Konsequenzen sehen. Die Konsequenzen, die du zu erwarten hast, wenn du dich nicht für dein Ziel motivieren kannst:

  • Du bleibst auf dem selben Level wie vorher und das wird dein Selbstbewusstsein enorm schwächen.
  • Du hast aufgegeben und das wird dein Selbstbewusstsein schwächen.
  • Deine Gesundheit wird sich nicht verbessern, was langfristig ernsthafte Konsequenzen mit sich führen kann.

All diese Konsequenzen aber auch Möglichkeiten solltest du dir voll und ganz klar machen.

Sobald dir erst einmal bewusst wird, was alles an deinem Ziel dran hängt, wirst du alles geben, um es zu erreichen.

All das ist aber nur möglich, wenn du dich auch wirklich zu 100 % mit deinem Ziel identifiziert hast.

Denn es ist einfach diese Möglichkeiten und Konsequenzen oberflächlich zu lesen und nicht zu handeln. Sobald du dir aber erstmal klargemacht hast, was all das eigentlich für dein Leben bedeutet, wird es schwer diese Punkte zu ignorieren.

Was auch immer du also für dein Ziel hast, auf das du die extrinsisische Motivation anwenden willst: Mach dir klar, was dieses Ziel für dich bedeuten würde und du wirst schon bald motivierter als je zuvor sein.


2. Passe dein Leben deinem Ziel an

Versuche, dein Ziel deinem Leben anzupassen und du wirst viel motivierter durch den Tag gehen.

Hierbei wirst du die integrierte Motivation anwenden.

Nochmal zur Erinnerung: Bei dieser Form der extrinsischen Motivation kombinierst du innere Absichten mit äußeren Pflichten.

Einfacher ausgedrückt motivierst du dich für Aufgaben, die zwar erledigt werden müssen, du sie aber auch erledigen willst.

Wenn dein Ziel beispielsweise ist, mehr zu verreisen, dann ist das deine innere Absicht. Um dieses Ziel auch zu erreichen, kommen jetzt einige Pflichten auf dich zu. So musst du beispielsweise deinen Lebensunterhalt weiterhin finanzieren können.

Die Lösung ist nun, einen Job zu finden, der beides kombiniert. Auf der einen Seite zu verreisen, auf der anderen Seite diese Reise auch zu finanzieren.

Beispielsweise könntest du dich in einem Bereich selbstständig machen, der es dir erlaubt, voll und ganz online zu arbeiten. Dadurch macht es keinen Unterschied, ob du in einem kalten, stickigen Büro in Deutschland sitzt oder Cocktail schlürfend in der Karibik am Strand liegst.

Die integrierte Motivation erlaubt es dir, dir diese Freiräume zu schaffen. Du musst einzig und alleine dein Leben nach deinem Ziel ausrichten. Die Motivation wird dann von ganz alleine kommen.


Extrinsische Motivation vs. Intrinsische Motivation: Welche ist besser?

Ist die extrinsische Motivation oder die intrinsische Motivation besser?

Obwohl du jetzt viele Vorteile der extrinsischen Motivation gehört hast, ist die intrinsische Motivation der deutliche Gewinner.

Du wirst niemals von außen so sehr motiviert werden, wie du dich selbst von innen heraus motivieren kannst.

Das liegt einfach daran, dass die Auswirkungen unseres Umfeldes auf uns nur begrenzt sind. Letztendlich werden Begeisterung, Neugierde und Freude (Typische Arten der intrinsischen Motivation) immer über introjizierte, integrierte, identifizierte oder externale Motivation siegen.

Soll dich das aber davon abhalten, dich extrinsisch Motivieren zu lassen?

Auf keinen Fall!

Extrinsische Motivation ist extrem nützlich und gibt sogar in den meisten Fällen den ersten Anreiz, das Ziel überhaupt zu verfolgen.

Auf langfristige Sicht, sollte man dann auf intrinsische Motivation umsteigen, da diese nochmal das eigene Durchhaltevermögen stärkt.

Hast du erst einmal ein gesundes Mittelmaß zwischen beiden Motivationstypen gefunden, steht deinen Zielen nichts mehr im Weg!


Extrinsische Motivation – Fazit:

  • Extrinsische Motivation ist im Gegensatz zu seinem Konkurrenten, der intrinsischen Motivation, bei der die Motivation von inneren Anreizen erfolgt, von äußeren Umständen abhängig.
  • Man unterteilt die extrinsische Motivation in 4 Bereiche:
    • Introjiziert
    • Integriert
    • Identifiziert
    • External
  • Die extrinsische Motivation ist in den Anfangsphasen sehr hilfreich. Langfristig solltest du aber lernen, dich intrinsisch motivieren zu lassen.

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